Halbierung CO2 –Ausstoß machbar und notwendig

Veröffentlicht am 15.06.2007 in Kommunalpolitik

(mh) In der ersten gemeinsamen Veranstaltung der SPD-Ortsvereine Straubenhardt und Neuenbürg letzte Woche, drängte Thomas Knapp MdL, Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion auf die erforderliche Energiewende in Baden-Württemberg.

Knapp warf der CDU/FDP-Regierung eine völlig unzureichende Förderung der erneuerbaren Energien vor. Noch nicht einmal das selbst gesteckte Ziel, bis 2010 den Anteil dieser Energie zu verdoppeln, werde die Landesregierung erreichen. Der Einstieg in Windkraftnutzung und Kraftwärmekopplung werde verschlafen, die Geothermie ignoriert und die Biomassenutzung auf Sparflamme gefördert.
Landesregierung verschläft Aufbruch
Durch ihre Weigerung, rechtzeitig neue Kraftwerksstandorte auszuweisen, füge die Landesregierung dem Energiestandort schweren Schaden zu, tadelte Knapp. Bis 2020 müsse etwa die Hälfte der Kraftwerke im Land aus Altersgründen ersetzt werden. Rund 10 Jahre müssten für Planung und Errichtung eines neuen Kraftwerkes veranschlagt werden.

„Deshalb muss jetzt gehandelt werden“, verlangte Knapp. Nach dem Ausstieg aus der Risikotechnik Atomkraft müsse die Verbrennung der fossilen Energien (Erdöl, Erdgas, Kohle) kontinuierlich verringert und die Nutzung erneuerbarer Energien vorangetrieben werden. Eine klimaschutzgerechte und nachhaltige Energiewirtschaft schaffe viele neue Arbeitsplätze. Sie eröffne dem Land durch die Entwicklung innovativer Technologien neue Exportchancen. „Die Energiewende ist auch in Baden-Württemberg nötig und machbar. Dies zeigt eindrucksvoll auch die von der Landesregierung selber in Auftrag gegebene Studie“ unterstrich Knapp.

Energiewende als JobmotorEs sei inzwischen unstrittig, dass im Zuge der Energiewende weit mehr neue Arbeitsplätze entstehen, als in Atom- und Kohlewirtschaft wegfallen. Nach einer Erhebung des Bundesumweltministeriums sind heute bereits rund 130.000 Menschen mit Forschung, Herstellung, Entwicklung und betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien beschäftigt.
Wie weit das Land in der Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien hinterherhinke, zeige der Vergleich mit Bayern und Nordrhein-Westfalen. Dort ist in den vergangenen Jahren doppelt so viel an Fördermitteln aufgewendet worden wie in Baden-Württemberg.
SPD- Konzept
Knapp stellte anschaulich das SPD- Konzept zur Halbierung der CO2 – Emissionen in Baden-Württemberg bis 2020 vor.
In den größten Emissionsbereichen können 35 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der bis 2020 wegfallende Atomstrom, 25,1 Mrd. kwh, wird ersetzt durch Biogasanlagen, Fotovoltaik 2020, tiefe Geothermie und Verarbeitung fester Biomasse. Das komplette, anschauliche SPD- Konzept kann als pdf-Dokument unter http://www.spd.landtag-bw.de/download/klimaschutz.pdf
herunter geladen werden.
Fazit des gut besuchten Infoabends: Halbierung der CO2- Emissionen in Baden-Württemberg ist möglich, Atomstrom wird ersetzt durch Wind, Erdwärme, Sonne und Biomasse.

 

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Katja Mast