Sicherheit im Alltag – Polizeioberkommissar Lucke informiert und berät die SPD–Senioren

Veröffentlicht am 25.11.2010 in AG 60plus

Zur letzten Veranstaltung in diesem Jahr begrüßte Antje Hill die Seniorinnen und Senioren der SPD-AG 60 plus. Interessante Themen und Veranstaltungen für das erste Halbjahr 2011 konnte sie ankündigen, u.a. zur Gesundheitsreform, Hilfen im Alter: Hauspflege, Handy für Senioren, Hörbücher und eine Brauereibesichtigung. Nach der Ankündigung des spannenden nächsten Halbjahres begrüßte die Kreisvorsitzende der AG 60 plus den Referenten für einen spannenden Vortrag hier und heute am Seniorennachmittag.

Ein Blick in die Zeitung zeigt, was so alles passiert: Diebstahl, Einbrüche, Jugendbanden, die auch vor Körperverletzungsdelikten nicht zurückschrecken. Bin ich mir meiner Habe und meines Lebens überhaupt noch sicher? Diese Frage stellten die Seniorinnen und Senioren dem Referenten, der lebendig und anschaulich die häufig gestellten Fallen darstellte und Tipps zu deren Vermeidung gab.

Tageseinbrüche steigen an in der dunklen Jahreszeit. Gegen zu leichte Einbruchsmöglichkeiten rät POK Lucke von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizei Pforzheim (Tel.: 07231/186-3610):
Das Nächstliegende ist natürlich alle Fenster und Türen zu schließen, die Haustüren immer zweimal abschließen, Garagentore vor leer stehenden Garagen nicht offen stehen lassen, Briefkästen leeren. Aber ebenfalls hilfreich ist es in Haus oder Wohnung Licht an zu lassen – z. B. automatisch über Zeitschaltuhren oder noch besser über Dämmerungsschalter, die bei Einbruch der Dunkelheit das Einschalten von Lampen oder anderen elektrischen Verbrauchern wie Radios oder Fernseher etc. veranlassen
Besonders zu empfehlen ist der „wachsame Nachbar“ – er spricht auch mal unbekannte, auffällig interessierte Leute an und er sollte bei entsprechendem Verdacht sofort die Polizei mit 110 verständigen.

In der Vorweihnachtszeit nehmen auch die Haustürgeschäfte zu . Ob Abonnement-, oder Schnäppchen-Anbieter – Vorsicht ist geboten!
Der günstig erworbene „echte Tannenhonig“ aus dem Schwarzwald, den man selbst an der Haustür probieren durfte, kann sich schon mal in dem gekauften, verschlossenen Glas oder Eimer als ganz minderwertiger ostasiatischer Eukalyptushonig herausstellen - meistens ist es dann für Reklamationen viel zu spät.
Haustürgeschäfte kann man natürlich bis 14 Tage nach Abschluss widerrufen – nur muss dazu einmal der Adressat bekannt sein und zum anderen das Abschlussdatum stimmen – zwei Voraussetzungen, die man genau vor Vertragsabschluss, also vor dem Unterschreiben des Vertrags prüfen muss.

Im Gedränge - auf dem Weihnachtsmarkt oder im Einkauftrubel – haben Taschendiebe Hochkonjunktur: Fachmann Lucke rät, Geldbeutel sicher verwahren, möglichst in die (verschließbare) Innentasche einer Jacke stecken. Im Falle eines Diebstahls sofort die Polizei rufen und beim Diebstahl von EC- oder Kreditkarten diese telefonisch über die Kartensperr-Notruf-Nummer 116 116 sperren lassen.
Übrigens: Die PIN-Nummer niemals(!) zusammen mit der Karte im gleichen Behältnis z. B. Portemonnaie oder Handtasche etc. aufbewahren. Niemals jemanden die PIN bekannt geben, auch von Ihrer Bank oder Sparkasse wird sie nie jemand danach fragen.

Zivilcourage zeigen ist immer gut, POK Lucke warnte aber die Senioren aber vor zu mutigem Handeln: „ wenn jemand auf der Flucht ist und dabei in die Enge getrieben wird, diesen niemals versuchen aufzuhalten oder sich gegen ihn stellen, solche Gesellen können dann ganz schnell gefährlich werden. Lieber rennen lassen, Sachwerte sind ersetzbar, Ihre Gesundheit und Ihr Leben nicht! Konzentrieren Sie sich darauf, die Person später gut beschreiben zu können, wie sah sie aus, Größe, Alter, was hatte sie an, was war auffällig an ihr, Sprache, Dialekt usw.?“ Verfolgung ist Sache der Polizei, rät der Referent abschließend eindringlich.

 

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Katja Mast